Immer mehr Männer in der Schweiz übernehmen Verantwortung in der Familienplanung. Wenn die Kinderplanung abgeschlossen ist oder Sie sich sicher gegen Nachwuchs entschieden haben, stellt die Vasektomie (auch Unterbindung genannt) eine der effizientesten und risikoärmsten Methoden der Empfängnisverhütung dar. Im Vergleich zu hormonellen Methoden oder der Sterilisation der Frau ist der Eingriff beim Mann deutlich unkomplizierter und mit einer sehr hohen Erfolgsquote verbunden.
Bei einer Vasektomie werden die beiden Samenleiter im Bereich des Hodensacks durchtrennt. Dadurch wird der Transport der Spermien unterbrochen. Da Spermien nur etwa ein bis zwei Prozent des gesamten Ejakulats ausmachen, bemerken Sie nach der Heilung keinen Unterschied beim Samenerguss – weder in der Menge noch in der Beschaffenheit.
Eine Urologie Praxis bevorzugt moderne, minimalinvasive Techniken wie die No-Scalpel-Vasektomie. Hierbei wird die Haut nicht aufgeschnitten, sondern nur sanft punktiert. Das bedeutet für Sie: keine Naht, schnellere Wundheilung und eine Rückkehr in den Alltag meist schon nach ein bis zwei Tagen.
Eine Unterbindung des Mannes ist ein Routineeingriff, der in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Gemäss dem Schweizer Bundesgesetz über Sterilisation ist ein ausführliches Aufklärungsgespräch verpflichtend. Es werden medizinische Details sowie die Endgültigkeit des Eingriffs besprochen. Die Operation dauert ca. 20 bis 30 Minuten. Dank moderner Lokalanästhesie spüren Sie lediglich einen leichten Druck. Nach dem ambulanten Eingriff können Sie wieder nach Hause.
Viele Männer sorgen sich um ihre Libido oder Potenz. Medizinisch gesehen gibt es hierfür keinen Grund:
Die Kosten für eine Vasektomie belaufen sich in der Schweiz meist auf rund CHF 1’000, zuzüglich der Laborkosten für die Nachkontrollen.
Wichtig zu wissen: Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) übernimmt die Kosten in der Regel nicht, da es sich um einen Wahleingriff handelt. Viele Zusatzversicherungen (z. B. bei der SWICA oder AXA) beteiligen sich jedoch mit Beiträgen zwischen 50 % und 90 % an den Kosten.
Direkt nach dem Eingriff befinden sich noch befruchtungsfähige Spermien in den Samenleitern. Erst nach ca. 12 Wochen führen wir eine mikroskopische Untersuchung des Ejakulats (Spermiogramm) durch. Erst wenn dieses keine Spermien mehr zeigt, können Sie auf zusätzliche Verhütungsmittel verzichten.